Sichere Verankerung von Partyzelten & Co.
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Eine gute Verankerung deines Zeltes ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit deiner Veranstaltung. Als Standard im „Fliegenden Bau“ gilt die Verankerung mit Erdnägeln – jedoch gibt es Alternativen, wenn sich der Untergrund nicht zum Einschlagen von Erdnägeln eignet. Wir helfen dir bei der Wahl der richtigen Befestigung, damit du dein Eventzelt standsicher und genehmigungssicher aufbauen kannst.
1. Rechtlicher Rahmen
Die nach DIN EN 13782 für „Fliegende Bauten“ gerechnete Statik deines Zeltes gibt vor, wie du es verankern darfst und musst. Nur wenn die Verankerung korrekt ausgeführt wurde, hält das Zelt den gerechneten Lasten – insbesondere Windlasten – stand. Welche der hier aufgeführten Verankerungen für dein Zelt erlaubt ist, entnimmst du der Statik deines Zeltes.
Versicherungen, Sicherheitsvorschriften und Veranstaltungsrichtlinien schreiben in vielen Fällen eine statikkonforme Verankerung vor. Ein unzureichend gesichertes Party- oder Festzelt kann daher den Versicherungsschutz gefährden und das Haftungsrisiko erhöhen.
2. Verankerungsarten nach Untergrund
Nicht jede Verankerungsart ist für jeden Untergrund geeignet. Wir zeigen dir die passenden Verankerungen für die häufigsten Untergründe:
2.1 Wiese, Schotter, Pflaster oder Asphalt
Meistens besteht der Untergrund aus Asphalt, Pflastersteinen oder einer Schotterfläche. Für diese Oberflächen ist die Erdnagelverankerung die ideale Wahl, da sie eine sichere Befestigung ermöglicht und einfach in der Umsetzung ist.
2.2 Beton
Soll dein Zelt auf einer Betonfläche aufgestellt werden, sind Erdnägel ungeeignet. In solchen Fällen kommt eine Dübelverankerung infrage. Allerdings ist diese Verankerungsart im Bereich des „Fliegenden Baus“ eher unüblich, da die nötigen Schwerlastdübel nicht einfach wieder entfernt werden können.
In bestimmten Situationen kann die Verwendung von Erdnägeln eingeschränkt oder sogar unmöglich sein. Zum einen kann das Eintreiben von Erdnägeln verboten sein, um den Untergrund zu schonen. Zum anderen kann es vorkommen, dass sich unter dem vorgesehenen Zeltstandort Versorgungsleitungen befinden. In solchen Fällen stellt eine Ballastierung eine sinnvolle Alternative dar. Sie sorgt für die notwendige Standsicherheit des Zeltes, ohne den Untergrund zu beschädigen.
3. Erdnagelverankerung im Detail
Die Erdnagelverankerung ist der Standard im Zeltbau und in den meisten Fällen die einfachste und kostengünstigste Methode, um ein Sternzelt, Pagodenzelt sowie Party- oder Festzelt statisch korrekt zu verankern. Sollte das Einschlagen der Erdnägel mit einem Vorschlaghammer aufgrund des Untergrunds schwierig sein, kann eine motorbetriebene Ramme genutzt werden. Auf Pflaster- oder Asphaltflächen empfiehlt es sich, den Untergrund vorab vorzubohren. Wichtig: Vergewissere dich vorab, dass der Untergrund frei von Versorgungsleitungen ist. Beim Abbau des Zeltes lassen sich die Erdnägel mit einem speziellen Erdnagelziehgerät nahezu rückstandslos wieder aus dem Boden entfernen.
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Vorteile
- kostengünstig
- bei den meisten Untergründen anwendbar
- einfache Handhabung
- leicht zu transportieren
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Nachteile
- bei Beton ungeeignet
- können mit Versorgungsleitungen kollidieren
- hoher Montageaufwand bei harten Böden
4. Ballastierung im Detail
Bei einer Ballastierung wird das Zelt nicht im Untergrund verankert, sondern mit Gewichten beschwert, um die notwendige Standsicherheit zu gewährleisten. Diese Methode ist sehr bodenschonend, allerdings auch kostenintensiv, da oft ein erheblicher Ballast erforderlich ist, um die statischen Anforderungen zu erfüllen.
Es gibt zwei gängige Arten von Ballastierung im Zeltbau:
4.1 Adapter-Ballastierung
Bei der Adapter-Ballastierung wird die Fußplatte des Zeltes mit einer speziellen Adapterplatte verschraubt. Unter der Platte wird meist eine Anti-Rutsch-Matte verwendet, um das Verrutschen des Zeltes zu verhindern. Je mehr Bodenhaftung diese Matte bietet, desto weniger Gewicht ist notwendig. Der erforderliche Ballast wird in Form von Betonplatten oder Stahlgewichten auf die Adapterplatte aufgelegt. Diese Art der Ballastierung ist sichtbar, da die Gewichte außen am Zelt angebracht werden.
4.2 Unterbau-Ballastierung
Bei der Unterbau-Ballastierung werden schwere Gewichte an bestimmten Punkten des Zeltfußbodens angebracht und an den Kontaktflächen zum Untergrund Anti-Rutsch-Matten untergelegt. Diese Ballastierungsart ist nicht sichtbar, da die Gewichte im Fußbodengerüst unterhalb des Holzes platziert werden. Für diese Art der Ballastierung ist ein speziell dafür ausgelegter Fußboden erforderlich. Standard-Fußböden werden in der Regel mit Erdnägeln verankert.
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Vorteile
- sehr bodenschonend, kein Eindringen in den Boden nötig
- keine Gefahr für Leitungen im Untergrund
- nahezu rückstandslose Demontage
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Nachteile
- kostenintensiver, vor allem Unterbau-Ballastierung
- höherer Transportaufwand
- aufwändigere Montage/Demontage
- Optik der Adapter-Ballastierung
FAZIT
Die Verankerung deines Zeltes ist wichtig für die Stabilität und Sicherheit deines Eventzeltes. Informiere dich zuerst, welche Verankerung für dein Zelt statisch zulässig ist. Anschließend kannst du anhand des Untergrundes entscheiden, welche Verankerung für dich die richtige ist. Während Erdnägel günstig und sehr einfach in der Handhabung sind, ist eine Ballastierung besonders bodenschonend.