Sicherheit und Genehmigung

Party- und Festzelte für Küstenregionen

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Die deutsche Nord- und Ostseeküste sind beliebte Urlaubsregionen und Schauplätze für Veranstaltungen aller Art. Doch das besondere Küstenklima, insbesondere der starke Wind, stellen hohe Anforderungen an die Stabilität und Sicherheit von Eventzelten. Im folgenden Artikel erfährst du alles, was du für die Aufstellung in Küstenregionen wissen musst.


1. Windzonen in Deutschland

Um den unterschiedlichen regionalen Anforderungen gerecht zu werden, wurden mit der Einführung der Eurocode-Normen europaweit einheitliche Richtlinien zu deren Bemessung von Windlasten geschaffen.

In Deutschland wurden auf dieser Basis vier Windzonen definiert. Diese Zonen unterscheiden sich durch die jeweilige Basiswindgeschwindigkeit, aus der der Staudruck q berechnet wird. Diese Werte geben vor, welcher Windlast Bauwerke in einer bestimmten Region standhalten müssen. Eine Besonderheit bei Zelten ist, dass der Staudruck in der statischen Berechnung mit einem Faktor von 0,7 abgemindert werden darf.

Die folgenden Werte zeigen die Windlasten für die einzelnen Windzonen:

Windzone Basiswindgeschwindigkeit Staudruck q
1 22,5 m/s 0,32 kN/m²
2 25,0 m/s 0,39 kN/m²
3 27,5 m/s 0,47 kN/m²
4 30,0 m/s 0,56 kN/m²

Zudem wird zusätzlich noch zwischen Binnenland, Küste sowie Nord- und Ostseeinseln unterschieden, da sich jeweils die Windprofile und somit die Windgeschwindigkeit unterscheiden. Dies wird über vier Geländekategorien abgebildet. Direkt am Meer, wo es keine Hindernisse gibt (Kategorie 1), weht der Wind stärker als Stadtgebieten mit vielen Häusern (Kategorie 4).

Konkret und einfach ausgedrückt: Während in einer Stadt im Südwesten Deutschlands, z. B. Stuttgart, eine sehr geringe Windlast herrscht, ist sie auf Nordseeinseln wie z. B. Sylt sehr viel höher.


2. Zelte für Windzone 1-3

Professionelle Zeltsysteme sind in der Regel für die Windzonen 1 bis 3 ausgelegt und können daher in einem Großteil von Deutschland aufgestellt werden. Diese Zelte eignen sich jedoch ausdrücklich nicht für die Aufstellung in Küstengebieten oder auf Inseln der Nord- und Ostsee.


3. Zelte für Windzone 4

Für die besonders anspruchsvollen Bedingungen in Windzone 4, vor allem in Verbindung mit den Geländekategorien 1 und 2, die an der Küste und auf Inseln herrschen, braucht es besonders stabile Zelte mit speziellen Statiken. Nur wenige Hersteller haben solche Partyzelte und Festzelte im Angebot. Eine gute Beratung und ein Blick in die Statik ist daher bei Zelten für die Küste essenziell.

HALTENT bietet entsprechende Zeltsysteme an – teils sogar zur Aufstellung auf Nordseeinseln:

Partyzelt MAXI

  • Spannweite: 4 m bis 12 m
  • Traufhöhe: 2,30 m
  • Binderabstand: 3 m

Festzelt QUICKFLEX

  • Spannweite: 10 m
  • Traufhöhe: 2,40 m oder 3 m
  • Binderabstand: 5 m

4. Optionale Verstärkungen

Um die Haltbarkeit der Planen in windigen Regionen zu erhöhen, können professionelle Veranstaltungszelte durch optional erhältliches Zubehör verstärkt werden.


4.1 Fußrohre

Zur Verstärkung können Fußrohre in die Hohlsäume der Seiten- und Giebelplanen eingeschoben und mit dem Zeltgerüst verbunden werden. So werden die Planen gestrafft und die Bewegung bei Wind wird stark reduziert. Dies sorgt für eine geringere Materialbeanspruchung und verbessert das Aussehen des Zeltes.


4.2 Spezielle Spannsysteme

Bei starkem Wind, wie er in Küstenregionen auftreten kann, ist eine besonders straffe Abspannung der Dachplanen von Vorteil. Mit einer Ratschen- oder Dywidag-Abspannung wird eine gleichmäßige und hohe Planenspannung gewährleistet. Auch diese Technik schützt das Planenmaterial effektiv vor übermäßiger Beanspruchung und sorgt für eine langlebige Nutzung. Der Clou: Das Nachspannen der Planen ist jederzeit möglich, selbst wenn das Zelt bereits vollständig aufgebaut und in Nutzung ist.

 

Bei der Fixabspannung werden die Spannrohre in den Dachplanen mit Spanngurten nach unten gezogen.

Bei der Dywidag-Abspannung hingegen werden die Spannrohre mit einem Gewindestab nach unten gedrückt.


4.3 Korrosionsbeständige Materialien

In direkter Küstennähe beansprucht nicht nur der Wind, sondern auch der hohe Salzgehalt in der Luft das Material. Salz lässt Stahl korrodieren bzw. rosten, selbst wenn er verzinkt wurde. Für Zelte, die häufig diesem Klima ausgesetzt sind, empfehlen sich daher Nieten, Ringösen und Reißverschlüsse aus Edelstahl. Genau solche Details unterscheiden günstige Zelte von professionellen Zeltsystemen.


5. Genehmigung von Küstenzelten

Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ist besonders unter diesen Extrembedingungen sehr wichtig. Damit dein Eventzelt reibungslos genehmigt wird, benötigst du in der Regel ab einer Grundfläche von 75 m² ein Prüfbuch. Es beinhaltet neben allen statischen und technischen Unterlagen außerdem noch Hinweise zum Aufstellen des Zeltes. Detaillierte Informationen findest du im Wissensartikel „Genehmigung von Partyzelten und Festzelten“.


FAZIT

Für die Aufstellung in Küstenregionen gelten für Party- und Festzelte spezielle Anforderungen: Sie müssen besonders stabil sein und den gesetzlichen bzw. statischen Vorgaben für die extremen Belastungen in Windzone 4 gerecht werden. Ein hochwertiges Zelt mit einer ordentlichen statischen Berechnung ist wichtig für die Sicherheit deiner Veranstaltung. Wir beraten dich gerne, welches HALTENT-Zelt für dich das richtige ist.